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Herbst

Sonntag, 11. Oktober 2026


Blätter verfärben sich, ein buntes Spiel des Lebens,

fallen allmählich zu Boden, vergehen dort.

Was vergeht?

Es ist die Form, die äußere Hülle.

Was bleibt, ist die Essenz des Blattes, seine Energie.

Sie geht nicht verloren, allein ihr Kleid wandelt sich.

Wandelt sich beständig,

ein Kommen und Gehen,

ein Geboren-werden und Sterben,

Form annehmen und Form abgeben.

Was davon ist Geburt? Was Tod?

Geboren-werden in die Form oder in die formlose Unendlichkeit hinein?

Alles eine Frage der Perspektive.

Dasjenige, das mit Form, mit Körper identifiziert ist, erlebt mit dem Sterben der Form sein eigenes Sterben.

Dasjenige, das mit der Essenz der Form identifiziert ist, erlebt mit ihrem Sterben eine Befreiung aus Enge und Begrenzung durch Form.

Es gebiert sich in das Unbegrenzte, Ewige, Zeitlose, Formlose.


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Kommentare...

...von Gaby am 17.10.2026:

Zeit in der Natur zu verbringen hat etwas Meditatives und hilft, das Prinzip des Werdens und Vergehens zu verstehen. In der Raupe, die über den Waldweg kriecht, ist die Schmetterlingsenergie schon angelegt. Die Raupe muß sterben, damit sich die Schmetterlingsenergie entfalten kann. Und auch wenn der Schmetterling stirbt, ist die Energie nicht verloren. In einer winzigen Buchecker ist ein ganzer Baum angelegt. Und wenn dieser Baum irgendwann vergeht, lebt seine Energie weiter, wird wieder zur Form. So faszinierend und tröstlich zugleich...


Antwort von Susanne:

Liebe Gaby, danke für deine wunderbaren Gedanken.


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