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Wahre Freiheit (2)
Sonntag, 25. Oktober 2026
Wahre Freiheit geht weiter. Was geht in unseren Köpfen vor? Dazu dürfen wir uns unsere üblichen Ego-Denkkonzepte (siehe die Blogs vom 4.8.24 und vom 11.8.24) anschauen.
Wir haben zu allem, was in der Welt geschieht, eine mehr oder weniger feste Meinung, zumindest aber eine vage Vorstellung. Wir dürfen uns klarmachen, dass es eben diese Vorstellung ist, die uns einengt, also un-frei macht, und zwar durch das Erzeugen einer Erwartungshaltung, der in der großen Mehrzahl aller Fälle nicht entsprochen wird. Schau auf die politische Bühne im eigenen Land, auf das große Weltgeschehen, auf die einzelnen Bestandteile deines Lebens, wie im vorangegangenen Blog dargelegt. Schau auf jede einzelne Begegnung, die ansteht: Siehst du ihr mit einer gewissen (bewussten oder unbewussten) Erwartungshaltung entgegen oder bist du völlig erwartungs-frei? Erst wenn du dich völlig frei machst von deinen Vor-Stellungen, von dem, was du VOR die Wirklichkeit GESTELLT hast, kommst du in das Gewahrsein wirklicher Freiheit, die dem Sohn Gottes zu eigen ist. Dann lebst du aus dem Heiligen Moment der Gegenwart heraus, ohne jede Erwartung, ohne die Altlasten vergangener Erfahrungen (EKIW Lektion 289) und ohne künftige Sorgen, die sich in die Begegnung für gewöhnlich subtil einschleichen, ohne dass du es bemerkst.
Wer mit dem Enneagramm unterwegs ist, ist sich dieser je unterschiedlichen Sicht auf die Welt zumindest theoretisch bewusst. Jeder der neun Enneagrammtypen hat erklärtermaßen eine nur selektive Sicht auf die Welt, eine Sicht, die gesteuert ist von Triggern, die in der Vergangenheit gesetzt wurden. Wenn ich mir dieser selektiven Wahrnehmung nicht bewusst bin, muss ich unweigerlich mit der Wirklichkeit anecken, es geht gar nicht anders.
Die ehrliche Frage ist, wie weit zu denken, zu erkennen und schließlich zu gehen ich bereit bin, eine Frage, die sich mir in einer aktuellen Auseinandersetzung auch stellt. Passend dazu fällt mir ein alter Blogbeitrag ein: „Tear down the (inner) wall“, in welchem ich mich mit den verschiedenen Denk- und Handlungsoptionen im Konfliktfall detaillierter auseinandergesetzt habe. In allerletzter Instanz kann ich mich mitten im Krieg befinden oder todkrank auf dem Sterbebett liegen und trotzdem frei und im Frieden sein.
All dies zu erkennen ist ein Angebot, das uns Jesus macht. Er möchte uns die ultimative göttliche Freiheit des Vaters schenken, die unabhängig ist von all den selbstgemachten Konzepten, wie das Leben zu sein hat. Um in diese tiefe Erkenntnis zu gelangen, ist immer wieder Bewusstseinsarbeit nötig, die damit anfängt, dass wir uns unserer Fehlidentifikationen gewahr werden, uns in der neutralen Beobachterrolle von ihnen distanzieren und uns mit unserer Seele, mit unserem Höheren SELBST verbinden. In dieser Verbindung, in diesem Angebundensein sind wir sicher, unzerstörbar und auf immer frei.
Aus diesem freien inneren Seinszustand heraus erwachsen freie, mündige Handlungen im Außen der Welt, nicht umgekehrt.
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...von Nicole am 25.10.2026:
Liebe Susanne! Vielen Dank für diese schönen, befreienden Gedanken! Ich freue mich schon auf dein Enneagramm-Seminar!