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Auf der Suche nach Heilung und innerem Frieden

Gemeinsame Zeit der Stille jeden Sonntag in der Zeit von 19.30 – 20.00 Uhr

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Im Grunde gut (1)

Sonntag, 12. April 2026


Durch die Teilnahme an Susannes Vorträgen und Seminaren habe ich, Nicole, zahlreiche Anregungen bekommen zu Themen, die in meinem Leben neu sind, wie z.B. Bewusstseinsstufen, Schattenarbeit, Enneagramm und Achtsamkeit.

Besonders gefällt mir bei Susanne die Verknüpfung von psychologischen Themen mit spirituellen Ansätzen und dem christlichen Glauben. Ihr Blog hat mich dazu inspiriert, selbst einmal meine Gedanken mitzuteilen und ich danke Susanne dafür, dass sie mir hier die Möglichkeit dazu gibt:

Seit ich in dem Buch "Im Grunde gut" (2020) von Rutger Bregman lese, eröffnet sich mir eine neue Sicht auf die Dinge: Was wäre, wenn ich grundsätzlich davon ausginge, dass die meisten Menschen im Grunde gut sind?

Während der Corona-Pandemie - also in einer weltweiten Krise - ging durch unsere Gesellschaft eine unglaubliche Welle der Solidarität. Menschen wurden auf sich selbst zurückgeworfen und verstanden wieder, was wirklich wichtig im Leben ist. Sie bekundeten ihr Verständnis für andere und verhielten sich sozial und rücksichtsvoll. Ein schönes Beispiel dafür, dass Menschen in Krisensituationen zusammenhalten und gerade dann sozial handeln. Rutger Bregman schreibt in seinem Buch, dass gerade in diesen Situationen das Beste im Menschen zum Vorschein kommt.

In jedem Menschen ist natürlich auch eine schlechte Seite, aber die entscheidende Frage ist: Welchen Wolf in mir möchte ich füttern? Welche Seite in mir möchte ich stärken? Anschaulich dazu erzählt Bregman eine Parabel, deren Ursprung unklar bleibt:

Ein Großvater sagte einst zu seinem Enkel: „In mir findet ein Kampf statt, ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Einer ist schlecht, böse, habgierig, eifersüchtig, arrogant und feige. Der andere ist gut - er ist ruhig, liebevoll, bescheiden, großzügig, ehrlich und vertrauenswürdig. Diese Wölfe kämpfen auch in dir und in jeder anderen Person."

Der Junge dachte einen Moment nach und fragte dann: „Welcher Wolf wird gewinnen?"

Der alte Mann lächelte. „Der Wolf, den du fütterst."

Bregman ist der Meinung, dass unsere Gesellschaft darauf getrimmt ist, überall Egoismus zu wittern und die Welt negativ zu sehen: Wenn der Nachbar mir seine Hilfe anbietet, vermute ich, dass er daraus seinen Nutzen ziehen kann. Gerade Menschen, die selbstlos helfen, werden häufig als dumm und naiv bezeichnet. Wie schade!

Erwarte ich ständig das Negative und Schlechte in meinem Leben, dann kommt es auch zu mir (Nocebo-Effekt). Erwarte ich das Gute und Schöne, findet auch das seinen Weg zu mir (Placebo-Effekt). Natürlich kann ich auch enttäuscht werden, aber die meiste Zeit lebe ich zuversichtlich, hoffnungsvoll und glücklich.

Der große Trumpf des Menschen ist gemäß Bregman die Fähigkeit, etwas von anderen zu lernen (social learning): „Menschen scheinen supersoziale Lernmaschinen zu sein. Wir werden geboren, um zu lernen, uns miteinander in Verbindung zu setzen und zu spielen." Der Kontakt zu anderen ist für unseren Geist genauso wichtig wie für unseren Körper die Nahrung.

Ich habe mir für die Zukunft vorgenommen, positiv in den Tag zu starten, die Begegnung mit anderen Menschen zu suchen und dabei das Gute zu erwarten, und auch Gutes zu geben. Das macht glücklich, das wusste schon Voltaire:

„Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein!"


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