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Auf der Suche nach Heilung und innerem Frieden

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Immer schon da

Sonntag, 10. Mai 2026


Obwohl nach wie vor aus einem getrennten Bewusstsein heraus gedacht (siehe den vorangegangenen Blog), zeigt Bregmans Bestseller „Im Grunde gut“ deutlich die zunehmende Sehnsucht des Menschen nach Vereinigung aller ihn trennenden Gegensätze.

Bregman beschreibt die in Krisenzeiten zutage tretende Verbundenheit der Menschen, ihre Solidarität, ihre Hilfsbereitschaft. Spüren wir intuitiv in Situationen wie diesen, wenn unser sonst übliches Ego-Gebaren nicht gefragt ist, dass wir ein SELBST (Lektion 95 von EKIW) sind, verbunden mit unserem Schöpfer?

Werden wir uns zunehmend bewusster, wie sehr uns unser Denken und Handeln gegenseitig beeinflusst? Erkennen wir, dass wir die Wirkung unserer Gedanken niemals allein erfahren (Lektion 19 von EKIW ), so wie im Pygmalion-Effekt erforscht?

Darf uns immer klarer werden, wie sehr wir andere Menschen in interaktiven Prozessen brauchen, weniger um sie im Akt des sozialen Lernens nachzuahmen, denn als Spiegel unserer selbst (siehe Blog Ich im Du)?

Und immer wieder kommt Bregman auf die Zusammenhänge zwischen Innen und Außen, die Folgen des Resonanzgesetzes zu sprechen. Erwarte ich das Gute - und das kann ich nur, wenn ich es in mir selbst wahrnehme -, kommt es auch zu mir; ebenso in der Erwartung des Negativen. Und so werden wir sanft erinnert, dass wir uns statt für Krieg und Konflikt für die Wahrnehmung von Frieden entscheiden dürfen: Ich könnte stattdessen Frieden sehen, heißt es in Lektion 34 des Kurses in Wundern.

Und ich darf Bregman ergänzen: Nicht nur von den schönsten Dingen im Leben bekommt man mehr, wenn man sie verschenkt, sondern von ALLEM, was man gibt, denn Nehmen und Geben sind in Wahrheit eins (Lektion 108) – auch wenn uns das Ego die uralte Mär erzählt, dass uns Geben ärmer macht.

Wow, es ist so erhebend zu sehen, wie sich nicht nur die Quantenphysik, wie schon oft erwähnt, sondern ebenfalls die Psychologie, dem nähert, was die Weisheitstraditionen aller Welt immer schon wussten. Um wie viel einfacher wäre es gewesen, ihnen von Anbeginn zu folgen, oder? Nun gut, wir Menschen wollten (und wollen es in weiten Teilen immer noch) unser eigenes Ding machen, unseren eigenen Willen getrennt von Gottes Willen erfahren - wir als der „verlorene Sohn“ (Lk 15,11-32). Das ist uns vortrefflich gelungen. Wir haben ein von Gott getrenntes kleines Ego-Selbst erschaffen, das immerzu im Mangel ist, voller Angst und Abwehr gegenüber dem, was es als „außerhalb von sich“ wahrnimmt.

Jedoch: Das Bewusstsein wächst stetig und ist zunehmend in der Lage, dieses illusionäre Konstrukt in unserem Geist aufzulösen. Das, was wir einst erschaffen haben, dürfen wir jetzt rückabwickeln; wir dürfen in das liebende Einheitsbewusstsein zurückkehren. Einmal verstanden, ist es sooo einfach. Es bedarf nur unserer Entscheidung und einer konsequenten Geisteshaltung.

Und immer wieder die Frage: Welchen Wolf fütterst du, den des Ego-Denksystems oder den des Geistes Gottes? Es erstarkt der, den du fütterst.


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