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Hin zur Authentizität
Sonntag, 23. August 2026
Wir dürfen uns entscheiden, unsere Ego-Erfahrung für abgeschlossen, für beendet zu erklären.
Wir dürfen uns entscheiden, zurück in den Energiefluss des All-Eins-Seins zu kehren.
Und wir dürfen uns immer wieder erinnern, dass wir bereits heil, heilig sind, ein göttliches SELBST (Kurs-Lektion 95).
Bei allen Schritten auf dem Weg in unsere Authentizität (Kapitel 8 des Buches Ohne Worte – Wissen aus der geistigen Welt) geht es darum, uns bewusst zu machen, welche Anteile wir in uns noch als abgetrennt erleben (sie sind es nicht, wir erleben sie nur so). So darf sich jegliche Illusion auflösen, der Schleier, der die Wirklichkeit verdeckt hält, sich lüften.
Ein Bild, das Salvador uns an dieser Stelle schenkt, stellt noch einmal den Zusammenhang zwischen der Materiellen und der Geistigen Ebene her. Stell dir dazu ein Puzzle mit Tausenden von kleinen Teilchen vor. Das Ergebnisbild des Puzzles, unsere Originalmatrix, liegt bereits als fertiges Poster auf der Geistigen Ebene. Unsere Aufgabe auf der Materiellen Ebene ist es nun, die einzelnen authentischen (die sich auch in unserer Originalmatrix befindlichen) Puzzleteile zu suchen und an den richtigen Platz zu legen, wodurch ein Duplikat des Originals entsteht (= dem Lebensstrang folgen). Auf diese Weise machen wir Erfahrung in der Linie der Zeit erfahrbar, wir kommen also dem nach, was unsere Aufgabe als Menschwesen ist.
Die Illusionsbefreiung liegt letztendlich darin, das gesamte Bild zu sehen, die Heiligkeit, die uns innewohnt, die Schönheit, die aus uns heraus strahlt.
Das Ego in seinem Zustand des Abgetrennt-Seins hingegen sieht das fertige Poster auf der Geistigen Ebene nicht; es produziert weitere, nicht zugehörige Puzzleteile (= neue Schattenräume), zerstreut sie wahllos und erzeugt Chaos und Orientierungslosigkeit – und damit alle Formen von Angst, Schmerz, Leid und Minderwert. Wir erleben uns als nicht genug, als nicht liebenswert, als Mängelwesen.
Nun stelle ich mir die Frage, wie ich ein authentisches Puzzleteil von einem unauthentischen unterscheiden kann?
Wie schon im Blog Matrix beschrieben, erzeugt ein authentisches Puzzleteil Freude, Leichtigkeit, Stimmigkeit (Jesus sagt dazu: Mein Joch ist leicht!), während ein unauthentisches mit Anstrengung, Schwere und Schmerz einhergeht. Das ist doch schon mal eine Aussage, mit der man arbeiten kann, wie ich finde, setzt allerdings voraus, dass wir uns unserer Gefühle, Empfindungen und Glaubenssätze im Alltagsbewusstsein gewahr sind. Was geht mir gut von der Hand, macht mir Freude, fällt mir leicht? Was strengt mich an, fordert mich über Gebühr, raubt mir alle Energie?
Wenn wir nun in die detaillierte Illusionsbefreiung, in das, was wir noch als getrennt wahrnehmen, einsteigen, dürfen wir uns mit unserem ganzen Sein über unser Herzportal auf der Geistigen Ebene verankern (siehe den Blog inneres Universum). Sind unsere inneren Wahrnehmungsorgane geschult, erkennen wir deutlich, auf welche Puzzleteile sich unser Fokus richtet; wir erkennen, welche als unauthentisch ausgesondert bzw. welche als authentisch integriert werden dürfen.
Hier kommt wieder einmal die sogenannte Identifikation mit unserem Ego bzw. unseren verschiedenen Ego-Anteilen ins Spiel. Was bedeutet Identifikation oder auch Verklebung?
Es bedeutet, dass wir unser Sein mit einer Ego-Erfahrung gleichsetzen. Wir versinken so tief in dieser Erfahrung, dass wir glauben, sie zu sein.
Wir identifizieren uns beispielsweise mit einem Gefühl: Ich bin diese Wut, diese Trauer.
Oder mit einem Glaubenssatz: Ich bin es nicht wert, ich bin nicht gut genug.
Oder mit einer Körperempfindung: Ich bin dieser Schmerz, diese Anspannung.
Im Zustand der Identifikation bleiben die zugehörigen Energien – jedes Gefühl, jeder Glaubenssatz, jede Körperempfindung ist eine Form von Energie – in unserem Körper bis hinein in die einzelnen Zellen haften. Befreien wir uns aus den Ego-Illusionen, kann die Energie wieder fließen und wir gelangen automatisch in unsere Authentizität.
Das Thema „Bewertung“ ist eng damit verbunden. Wenn wir unser Sein mit Energien identifizieren, bewerten wir sie gleichzeitig. Im Prozess der Illusionsauflösung ist demzufolge der wertneutrale Beobachter gefragt, der nur schaut – ohne zu bewerten. Er „weiß“, dass Energien einfach nur „sind“, das ist ihr Sein. Sie fließen von sich aus ohne Bewertung, während Bewertung festhält, fixiert, Stauungen in unserem System erzeugt.
Fließen unsere Energien ohne Blockaden, sind wir in der Liebe, in der Selbstliebe. Aus diesem neuen Seinszustand fließender Energien zeigen sich uns neue Handlungsmöglichkeiten, durch die die alten Identifikationen schlussendlich entkoppelt werden. Die neue Handlung besiegelt somit unsere Authentizität.
Einladung:
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Eine herzliche Einladung zu zwei Enneagrammveranstaltungen im kommenden Herbst:
bei der VHS Bonn am 29.9.26
bei der VHS Lüdenscheid am 4.11.26