Mein aktueller Blog
Meine Heiligkeit
Sonntag, 22. Februar 2026
Der heutige Blog provoziert bereits durch seine Überschrift. „Meine Heiligkeit“ ist Gegenstand der Lektionen 35 bis 39 (hier beginnend) des Kurses in Wundern und bezieht sich damit ganz eindeutig auf unsere wahre Identität, auf den göttlichen Kern in uns.
Im Wort Heiligkeit steckt das Heilsein, das Ganzsein, das Unversehrtsein, das, was nicht zerstört werden kann, das, was auf ewig ein Teil des Göttlichen ist. Das Wort an sich mag altbacken kirchlich anmuten und trägt doch sehr viel heilenden Ausdruck in sich, wenn man bereit ist, sich auf es einzulassen, auf seinen Klang, auf seine Wirkmacht. Mich hat das Wort in diesem Jahr zum ersten Mal so richtig gepackt, gefühlsmäßig durchflutet, besonders in der Abfolge der einzelnen Lektionen. Ich spüre, dass sich allmählich der Schleier lüftet, der die äußere sichtbare Welt von der unsichtbaren trennt, der meinen wahren Kern freilegt und mich immer deutlicher spüren lässt, dass mein Heilsein, mein Heiligsein, durch nichts in der Welt bedroht ist.
Aus meinen Seminaren weiß ich, dass ich beileibe nicht die einzige bin, die sich (unbewusst) immer wieder gerne selbst verletzt durch diverse Unwertigkeitsglaubenssätze: Ich bin nicht gut genug. Ich bin es nicht wert. Ich werde nicht gesehen. Ich werde nicht geliebt. Ich bin nicht gewollt. Meistens wirken diese Sätze - ohne dass wir es bemerken - in unserem Unterbewusstsein, in unserem Schatten, und wir spüren dann eher ihre Folgen, die uns mental und körperlich zu schaffen machen: Welche Körperzelle mag schon auf Dauer ein solches Anti-Liebe-Programm?! So ist Schattenarbeit immer auch ein Aufspüren dieser versteckten Glaubenssätze aus der Periode unserer Anfänge hier auf Erden (und durchaus auch aus Zeiten davor), ein liebevolles Integrieren dessen, was wir einst in unserem Bemühen geliebt zu werden, von uns abgespalten haben.
„Nicht genug zu sein“ scheint die Menschheitsgeschichte zu durchziehen, ihre Evolution geradezu zu befeuern. Was bliebe von unserer Leistungsgesellschaft, von dem Streben nach Besserem, nach Höherem, nach Besonderem, wenn wir alle in uns ruhten, wir uns genug wären, wir um unseren wahren Wert wüssten? Ein eindrucksvolles Beispiel dazu ist die Typologie des Enneagramms, die ich euch vor einem Jahr vorgestellt habe. Alle neun Nummern, Typen, sind auf ihre je unterschiedliche Art lebendige Beispiele dafür, wie ein einst abgespaltener Glaubenssatz ein ganzes Leben prägt, durchzieht, immer wieder kompensiert wird - und on top diversen Machtgelüsten Tor und Tür öffnet. Da mag jeder Einzelne für sich schauen, in welche Abhängigkeiten er sich im Laufe seines Lebens (unbewusst) gebracht hat. Meine abgespaltenen Glaubenssätze beispielsweise wurden definitiv durch kirchliches Gebahren verstärkt. Erinnert euch an die BLAUE Bewusstseinsstufe, die Stufe von Moral und Gesetz, die eben diese über Scham und Schuld kontrolliert. Aber wir dürfen ebenso in jede einzelne Beziehung (Partner, Eltern, Kinder, Freunde, im Arbeitsleben etc.), in all unsere Handlungs- und Erfahrungsfelder hineinschauen, in ihre Strukturen, in ihre verborgenen Abhängigkeiten, in ihre Deals, die wir als Kompensation unserer Glaubenssätze abgeschlossen haben, ein immer wiederkehrendes Muster, das unser Leben durchzieht. Gleichermaßen schmerzhaft wie spannend, wie ich finde.
Da fällt mir der Zuspruch Jesu über „Meine Heiligkeit“ doch wie eine reife Frucht in den Schoß. Was könnte es Schöneres, Erlösenderes, Erhabeneres geben als die Beteuerung, dass wir unter der Oberfläche aller Ego-Aktivitäten heil und ganz sind, sündenlos, unversehrt, denn wir strömen alle aus der gleichen göttlichen Quelle, können als ein Gedanke von Gott, als sein Atem, gar nicht anders als heil und ganz sein – so wie er. Diese Heiligkeit für uns anzunehmen, bedeutet das Ende von Leid aller Art, von Abhängigkeiten, von Unfreiheiten, und zwar für einen jeden von uns. So ist die ganze Welt gesegnet durch unsere Heiligkeit! Wir könnten ihr kein größeres Geschenk machen, oder?
Das tägliche Praktizieren der Kurslektionen hilft auf die Dauer der Zeit, in das Gewahrsein von Heiligkeit zu gelangen, vom kognitiven Verstehen, was mit Heiligkeit gemeint ist, hin zum inneren Erspüren, Erfahren, Fühlen dieser Heiligkeit. Wenn du im Bewusstsein von Heiligkeit bist, kannst du regelrecht spüren, wie sich dein Geist entspannt und sich dein Körper auflädt mit dieser Heiligkeit, alle Körperzellen sich erfreuen an dieser Botschaft, deine Frequenz sich deutlich erhöht zu deinem allerhöchsten Wohle.
Natürlich holt uns die Welt der Ego-Formen im Alltag wieder ein, aber wir dürfen uns immer wieder erinnern, wer wir in Wirklichkeit sind. Wir dürfen uns immer wieder in das Gewahrsein von Heiligkeit begeben, uns dort auftanken, das innere Wellness-Angebot, das Jesus uns macht, in Dankbarkeit annehmen.
Dieser Blogbeitrag hat mich motiviert, noch einmal tiefer in die Thematik einzutauchen. „Wer kennt sich schon?“ soll in der nächsten Woche eine kleine Reihe einläuten, die helfen kann, hinter unsere vielfältigen Masken zu schauen. Ein passendes Thema zum Ende des Karnevals und zum Einläuten der Fastenzeit, die uns in besonderer Weise einlädt, vom Trubel in die Ruhe zu kommen, von außen nach innen zu gehen – vielleicht im Besonderen in unserer gemeinsamen Zeit der Stille am Sonntagabend in der Zeit von 19.30 bis 20.00 Uhr.
Für Kurs-Praktizierende: Derzeit werden die Lektionen 1-50 wiederholt. Gottfried Sumser und Silke Wetzel haben sie in meditativer Form zusammengestellt: Teil 1 und Teil 2.
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