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Herbst
Sonntag, 11. Oktober 2026
Blätter verfärben sich, ein buntes Spiel des Lebens,
fallen allmählich zu Boden, vergehen dort.
Was vergeht?
Es ist die Form, die äußere Hülle.
Was bleibt, ist die Essenz des Blattes, seine Energie.
Sie geht nicht verloren, allein ihr Kleid wandelt sich.
Wandelt sich beständig,
ein Kommen und Gehen,
ein Geboren-werden und Sterben,
Form annehmen und Form abgeben.
Was davon ist Geburt? Was Tod?
Geboren-werden in die Form oder in die formlose Unendlichkeit hinein?
Alles eine Frage der Perspektive.
Dasjenige, das mit Form, mit Körper identifiziert ist, erlebt mit dem Sterben der Form sein eigenes Sterben.
Dasjenige, das mit der Essenz der Form identifiziert ist, erlebt mit ihrem Sterben eine Befreiung aus Enge und Begrenzung durch Form.
Es gebiert sich in das Unbegrenzte, Ewige, Zeitlose, Formlose.
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