Meisterin-Eckhardt-Logo Meisterin-Eckhardt-Logo

Auf der Suche nach Heilung und innerem Frieden

Gemeinsame Zeit der Stille jeden Sonntag in der Zeit von 19.30 – 20.00 Uhr

Mein aktueller Blog


Die Geburt eines Wesens

Sonntag, 16. August 2026


Die universelle Quelle möchte sich ausdrücken durch Erfahrungen. Das Licht an sich ist schon Ausdruck, man könnte sagen: Ausdruck in Reinform. Es wirft Schatten hinab in alle Ebenen – und so beginnt das Schattenspiel, erfahren wir in Kapitel 5 des Buches Ohne Worte – Wissen aus der geistigen Welt. Geschichtenschreiber im Raum vor der Akasha-Chronik, so formuliert es Salvador in bildhafter Sprache, fangen die Schatten auf und schreiben Erzählungen zu den Erfahrungen in allen möglichen Schattierungen.

„Um diese Erfahrung des Ausdrucks herum formieren sich dann erst Wesensstrukturen, die die Erfahrungen auf unterster Ebene, der Materiellen Ebene, zum Ausdruck bringen.“ Das heißt, zuerst wurde auf der Seelenebene der Ausdruck als geschriebene Erfahrungsgeschichte aus höheren Ebenen heraus geboren, und dann erst formierte sich das Wesen darum herum. Das Schicksal, das einem Wesen widerfährt, wird also nicht aus dem Wesen heraus geboren, sondern das Wesen wird aus dem Ausdruck, dem „Schicksal“ heraus geboren. Spannend, oder?

Es geht weiter: Das menschliche Wesen hat dann den Ausdruck, aus dem es geboren wurde, durch sein in sich kreiertes Ego verändert – ein weiterer Ausdruck der Schöpfung, wie Salvador erklärt, ein heiliges Werkzeug zur Schaffung einer (illusionären) Realitätserscheinung außerhalb der Lichterfahrung. So hat das Ego die Erfahrung möglich gemacht, sich außerhalb der Ureinheit wahrzunehmen, als entfernteste Erfahrung, die „geschrieben“ wurde.
Diese Erfahrung wird vom Kollektiv Menschheit getragen, wir sind ihre Kristallisierung, so Salvador. Anders ausgedrückt: Die Erfahrung wurde schon vor uns „geschrieben“, und wir haben uns dann als Menschheit in der Geschichte unserer Evolution um sie herum kristallisiert, formiert.

Mit dieser Erfahrung wird der Ausdruck der Ureinheit vollendet. Die Ego-Erfahrung darf sich nun selbst fließen lassen, die Wesenheit Mensch sich zurück in die göttliche Anbindung transformieren. Die Welle des Ausdrucks beginnt zurückzufließen ins Vakuum, ins Nichts.

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie es um unseren freien Willen bestellt ist. Wenn doch schon alles „geschrieben“, der Film im Kasten ist, wo bleibt meine Entscheidungsmöglichkeit? Was soll das Ganze?
Ja, es ist alles „geschrieben“, aber halt „nur“ geschrieben. Es ist an uns, an jedem Einzelnen und am Kollektiv, die geschriebenen Erfahrungen zu aktivieren, zu materialisieren und dabei immer wieder zu wählen zwischen dem unangebundenen Ego oder dem angebundenen Geist Gottes. So ist alles schon geschrieben und gleichzeitig obliegt mir die Kraft der Entscheidung. Sowohl als auch.

Nach meinem Verständnis ist das Prinzip „Ego-Erfahrung“ bereits in unserem Seelenkern angelegt, diese Erfahrung will also gemacht werden. Aber es ist an uns, wie viel Raum wir ihr geben. Aus unserer Schöpferkraft heraus können wir die bereits geschriebene Erfahrung unendlich ausweiten, immer weitere Realitätsillusionen kreieren, immer wieder neue Schattenräume eröffnen und damit Schmerz und Leid in unser Leben bringen – oder aber nach der aktivierten Ego-Erfahrung über Bewusstseinsarbeit, über den wertfreien Beobachter allmählich in die Anbindung zurückkehren, nach Hause gehen: von 3D Stück für Stück zu 5D.

All diese Gedanken sind anspruchsvoll und herausfordernd zugleich. Was auch immer du nachvollziehen, für dich annehmen kannst oder auch nicht – ich finde es großartig, das eigene Bewusstsein zu weiten, über den eigenen Tellerrand hinauszudenken, hinauszufühlen. Unser Verstand neigt stets dazu, das Bekannte dem Unbekannten vorzuziehen, so leidvoll es auch ist. Genau das dürfen wir uns bewusst machen, und wir dürfen uns ebenso bewusst machen, dass es stets die Weisen der Welt waren, die uns all diese Erkenntnisse immer schon haben zukommen lassen. Allein das mächtige Ego in uns hat sie immer wieder abgewehrt. Nun lernen wir von Salvador, dass diese Ego-Erfahrung gemacht werden wollte. Das Göttliche wollte sich, auch in seiner tiefsten Abtrennung von sich selbst, erfahren. So dürfen wir unsere Egoerfahrungen über die Gesamtheit der menschlichen Evolution hinweg auch würdigen, ja umarmen – und dann, wenn wir uns für Frieden statt Konflikt, für Freude statt Schmerz, für Liebe statt Angst entscheiden, fließen lassen und dem Licht in uns, dem Göttlichen in uns, wieder Raum geben.



Einladung:

Eine herzliche Einladung zu zwei Ennea­gramm­veran­stal­tungen im kommenden Herbst:

bei der VHS Bonn am 29.9.26

bei der VHS Lüdenscheid am 4.11.26


Schreib einen Kommentar.

Meine letzten Blogs:






Alle Blogs: