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Auf der Suche nach Heilung und innerem Frieden

Gemeinsame Zeit der Stille jeden Sonntag in der Zeit von 19.30 – 20.00 Uhr

Mein aktueller Blog


Den Frieden wollen (2)

Sonntag, 15. Februar 2026


Ich knüpfe an den letzten Blog an; es ging um die wertfreie Betrachtung der einzelnen Bewusstseinsstufen. Passend dazu Lektion 29 aus EKIW: Gott ist in allem, was ich sehe. Diese Lektion enthält meiner Wahrnehmung nach zwei wesentliche Aspekte:
1. Gott ist nicht irgendwo getrennt von seiner Schöpfung, sondern durchdringt sie, IST sie.
2. Und er durchdringt sie unterschiedslos, wertfrei.

Zu 1: Was auch immer du in deinem Kopf zu „Gott“ (zu welchem Begriff auch immer du bevorzugst) abgespeichert hast – du darfst deine Vorstellungen zurücknehmen und dich mental leermachen. Erinnere dich: Dein Gottesbild entspricht stets der Stufe deines Bewusstseins, wie alles, über das du nachdenkst, ebenfalls stets der Stufe deines Bewusstseins entspricht.

Die gesamte sichtbare und unsichtbare Welt ist aus einem Guss, aus der gleichen Substanz. Alles, was wir als feste Materie wahrnehmen, wie unsere Körper, die Natur, Gegenstände, ist letztendlich verdichtete Energie. Genau das bestätigt uns die moderne Quantenphysik. Unsere auf fünf Sinne doch recht beschränkte Wahrnehmung lässt uns Materie als „fest“ und getrennt voneinander wahrnehmen. Wäre uns eine feinstoffliche Wahrnehmung gegeben, die tatsächlich einige wenige Menschen ihr Eigen nennen, könnten wir sehen, wie unser gesamter Körper in Schwingung und einem wunderbaren Netzwerk gleich in lebhafter Kommunikation mit anderen Körpern und der gesamten Umwelt ist. Alles zeugt gleichermaßen vom unsterblichen LEBEN (LEBEN bewusst großgeschrieben) selbst. Alles andere, was wir zu sehen glauben, sind Bilder, die wir über dieses LEBEN, über die Wirklichkeit Gottes, gelegt haben (vgl. den Blog vom 11.1.26).

Zu 2: Mit der Erkenntnis, dass alles aus einem Guss gemacht ist, kommen wir zur Non-Dualität, zur Erkenntnis, dass auf der höchsten Ebene alles un-unterschieden EINS ist. Dass alle Unterscheidungen in gut und böse, in schön und hässlich, in nützlich und schädlich, in hell und dunkel die Wahrnehmung der materiellen Welt der Gegensätze spiegeln, nicht aber die Wirklichkeit Gottes, die keine Gegensätze, keine wie auch immer geartete Trennung kennt. Gott ist demzufolge in allen Erscheinungsformen dieser Welt, in einem unschuldigen Baby wie in einem bösartigen Straftäter, in einer Lilie wie in einer Kanone, in einem Sonnenaufgang wie in einem Erdbeben – was uns einmal mehr zeigen darf, dass wir ganz offensichtlich keine Ahnung haben, wozu hier irgendetwas dient (Lektion 25). Wir dürfen Stück für Stück lernen, durch unsere selbst erschaffenen Formen hindurch auf den Inhalt zu schauen, durch alle Bilder hindurch, die wir über die göttliche Wirklichkeit gelegt haben, durch alle Projektionen, die wir tagtäglich der Welt aufzwingen. Irgendwann, wenn wir es wirklich wollen (denk an die Erzählung des Schülers, der um sein Leben ringt), wird unser Blick auf das fallen, was unter allem, hinter allem schon immer da war. Und dann kehrt wirklicher, ultimativer Frieden ein.

So schließt sich Lektion 34 folgerichtig an: Ich könnte stattdessen Frieden sehen. Solange wir die Welt über unser Ego wahrnehmen, das uns in den Mittelpunkt stellt, alles auf uns bezieht und nicht anders kann als recht zu haben, solange wird Frieden nicht einkehren können.
Dabei dürfen wir uns gewahr werden, dass unser Frieden tatsächlich pausenlos gestört ist, und zwar durch jeden negativen Gedanken, durch jedes Urteil, durch jeden Widerstand gegen die Realität, durch jede noch so kleine negative Regung, die uns durchzieht. Vielleicht tust du das alles ab als „Das sind doch nur Kleinigkeiten, die stören doch nicht meinen Frieden!“ - ja, an all diese sogenannten „Kleinigkeiten“, die uns in welcher Form auch immer unterkommen, haben wir uns gewöhnt. Und ganz offensichtlich auch an all die Krankheiten, die mit dieser Dysbalance in unserem System einhergehen (vgl. die Blogs vom 8.9.24 und 15.9.24). „So ist das eben!“
HALT! STOPP! So ist was eben? So funktioniert das Ego und hält uns auf diese Weise am Laufen. Das Ego „kann“ nicht Frieden, es „kann“ nur Unfrieden, es ist DIE Verkörperung des Unfriedens schlechthin! Wir dagegen haben einen freien Willen, kraft dessen wir uns anders entscheiden können: Wir könnten stattdessen Frieden sehen und damit unser gesamtes System in eine gesunde Balance bringen. Wir dürfen unsere Ego-Wahrnehmung Stück für Stück loslassen und „sterben, bevor wir sterben“, wie es gemäß alter spiritueller Tradition so schön heißt, und damit erkennen, was LEBEN wirklich bedeutet.

Ich hoffe, liebe Leserin, lieber Leser, dass du, auch wenn du den Kurs in Wundern vielleicht nicht praktizierst, durch meine Blogbeiträge weiterhin hilfreiche Hinweise bekommst, wie du dein Bewusstsein erweitern und dein Leben in heilsame Bahnen lenken kannst. Ich bin nach wie vor sehr an Rückmeldungen interessiert, wo deine Wege gelingen oder an welcher Stelle du dich schwertust. In dem einen wie dem anderen Fall bist du in guter Gesellschaft mit vielen anderen wie auch mit mir!


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